Beppu und die Berge

Monique

4/10/2026

Unser erstes Stopp auf unserem viertätigen Roadtrip ist Yuifin. Wir erwarten ein gemütliches, kleines Bergdorf und treffen stattdessen auf ein Örtchen, in denen sich die Touristen -vorrangig asiatisch- durch die Straßen schieben. Dem malerischen Kinrin-See und dem charmanten Yufuin Floral Village können wir nicht allzu viel abgewinnen, dafür futtern wir uns ein wenig durch die Essensstände.

Weiter geht es in den Aso-Kuju-Nationalpark und zunächst zur Kokonoe Suspension Bridge. Die Brücke ist über 300m lang und gibt uns einen wunderbaren Blick über Wasserfälle und die Berge. Da steigt die Vorfreude aufs Wandern.

Zum Sonnenuntergang genießen wir einen Spaziergang durch das Tadewara Sumpfland. Die Gräser im Sumpfland sind vorher komplett abgebrannt worden, damit sie im Frühling mit Nährstoffen neu wachsen können. Mit dem freien Blick über die Landschaft sehen wir sehr viele Rehe und Hirsche. Einige beobachten uns vom Wald aus.

Unsere Unterkunft ist eine Holzhütte und liegt mitten im Wald. So abgeschieden gönnen wir uns eine Halbpension und bekommen zum Abendessen Sukiyaki, japanischen Beef Hot Pot. Welch ein Glück für uns, denn es ist einfach nur mega lecker. Wir köcheln langsam gut marmoriertes Rindfleisch zusammen mit Gemüse, Tofu und Pilzen in einem flachen Gusseisentopf. Die Suppenbrühe ist reichhaltig und voller süßer, salziger und herzhafter Aromen.

Mit einem vollen Bauch geht's für uns dann noch in eins der privaten Onsen. Zusammen sitzen wir im heißen Wasser und schauen in den dunkeln Wald mit den mystischen Bäumen. Auch das Frühstück ist ein kulinarisches Highlight. Es gibt eine Bentobox mit vielen leckeren kleinen herzhaften Dingen. Da gibt es dann mal eben Reis und Fisch zum Frühstück.

So gestärkt, geht es nun endlich zum Wandern. Unser Ziel ist der Mount Kuju, mit 1786m im Hochland der Kuji-Mountains. Nach längerer Zeit ohne Wandern müssen wir erst wieder in den Schritt kommen und sind bei der Landschaft zum Teil an die Alpen erinnert. Erst während des Aufstiegs entscheiden wir uns für den Gipfel.

Es ist etwas befremdlich, dass viele Japaner:innen, denen wir begegnen, zum Teil komplett, inklusive Gesichtsschutz und Handschuhen, verdeckt sind, damit die Sonne bloß nicht die Haut berührt. Vom Gipfel aus können wir den heißen Vulkandampf sehen, der aus dem Berg kommt. Der Blick in die noch karge Landschaft lässt uns erahnen, wie herrlich grün und farbenfroh der Sommer hier sein kann.

Unser erstes Stopp auf unserem viertätigen Roadtrip ist Yuifin. Wir erwarten ein gemütliches, kleines Bergdorf und treffen stattdessen auf ein Örtchen, in denen sich die Touristen -vorrangig asiatisch- durch die Straßen schieben. Dem malerischen Kinrin-See und dem charmanten Yufuin Floral Village können wir nicht allzu viel abgewinnen, dafür futtern wir uns ein wenig durch die Essensstände.

Weiter geht es in den Aso-Kuju-Nationalpark und zunächst zur Kokonoe Suspension Bridge. Die Brücke ist über 300m lang und gibt uns einen wunderbaren Blick über Wasserfälle und die Berge. Da steigt die Vorfreude aufs Wandern.

Zum Sonnenuntergang genießen wir einen Spaziergang durch das Tadewara Sumpfland. Die Gräser im Sumpfland sind vorher komplett abgebrannt worden, damit sie im Frühling mit Nährstoffen neu wachsen können. Mit dem freien Blick über die Landschaft sehen wir sehr viele Rehe und Hirsche. Einige beobachten uns vom Wald aus.

Unsere Unterkunft ist eine Holzhütte und liegt mitten im Wald. So abgeschieden gönnen wir uns eine Halbpension und bekommen zum Abendessen Sukiyaki, japanischen Beef Hot Pot. Welch ein Glück für uns, denn es ist einfach nur mega lecker. Wir köcheln langsam gut marmoriertes Rindfleisch zusammen mit Gemüse, Tofu und Pilzen in einem flachen Gusseisentopf. Die Suppenbrühe ist reichhaltig und voller süßer, salziger und herzhafter Aromen.

Mit einem vollen Bauch geht's für uns dann noch in eins der privaten Onsen. Zusammen sitzen wir im heißen Wasser und schauen in den dunkeln Wald mit den mystischen Bäumen. Auch das Frühstück ist ein kulinarisches Highlight. Es gibt eine Bentobox mit vielen leckeren kleinen herzhaften Dingen. Da gibt es dann mal eben Reis und Fisch zum Frühstück.

So gestärkt, geht es nun endlich zum Wandern. Unser Ziel ist der Mount Kuju, mit 1786m im Hochland der Kuji-Mountains. Nach längerer Zeit ohne Wandern müssen wir erst wieder in den Schritt kommen und sind bei der Landschaft zum Teil an die Alpen erinnert. Erst während des Aufstiegs entscheiden wir uns für den Gipfel.

Es ist etwas befremdlich, dass viele Japaner:innen, denen wir begegnen, zum Teil komplett, inklusive Gesichtsschutz und Handschuhen, verdeckt sind, damit die Sonne bloß nicht die Haut berührt. Vom Gipfel aus können wir den heißen Vulkandampf sehen, der aus dem Berg kommt. Der Blick in die noch karge Landschaft lässt uns erahnen, wie herrlich grün und farbenfroh der Sommer hier sein kann.

Abends kommen wir in Aso an und landen zum Essen in einer Seitengasse. Das kleine und ruhige Izakaya Restaurant mit abgetrennten Räumen bietet Platz auf Tatami-Matten und niedrigem Tisch. Hier gibt es auch die Spezialität der Region: rohes Pferdefleisch.

Da trauen wir uns nicht dran, sondern genießen sanft frittierten Fisch und Gemüse. Stephan gönnt sich zusätzlich Hühnchen und Garnelen und ich eine Rindfleisch-Bowl mit Käse überbacken. Das ist alles so unglaublich lecker, dass es schwer zu beschreiben ist. Und alles zu einem Preis, der in Deutschland nicht möglich wäre.

Unsere nächste Wanderung führt uns auf den Mount Aso, einen aktiven Vulkan. Zunächst erfahren wir im Hostel, dass es derzeit nicht möglich ist, zur Besucherplattform am Kraterrand zu gelangen. Im Januar ist ein Helikopter mit 3 Personen direkt über dem Krater abgestürzt und liegt seitdem dort. Aufgrund der Aktivitäten und der giftigen Dämpfe, war eine Bergung bisher nicht möglich. Nichtdestotrotz fahren wir hin und wandern los. Wir sehen, dass der direkte Weg und Zugang gesperrt ist.

Die ersten Meter geht es noch durch die Büsche und ab einer kleinen Erhöhung wird der Wanderweg von Meter zu Meter immer krasser. Wir gehen über Asche und durch ein Farbenspiel an Mineralien, dafür ist die Landschaft nahezu vegetationslos. Jeder Schritt macht Spaß und als wir den steilsten Teil ansteuern, ist die Aussicht unsere Motivation. Und tatsächlich öffnet sich über dem Bergkamm die Aussicht in den Krater. Wir sehen wie die Dämpfe aufsteigen. Mount Aso, mit 1.592 Meter ist einer der größten aktiven Calderavulkane der Welt und wir sind echt baff bei der Aussicht. Sowohl die Caldera in als auch die Krater und die Landschaft dazwischen sind wunderschön anzusehen.

Zum stärkenden Abendessen gibt es statt Kaiserschmarrn richtig gutes und frisches Sushi aus dem Supermarkt. Nach der Anstrengung gehe ich wieder ins Onsen in Aso. Insbesondere die öffentlichen Onsen sind neben Entspannung auch eine Herausforderung. Alles ist auf japanisch und es gibt viel falsch zu machen. Zum Beispiel 3 Zentimeter zu weit mit den Straßenschuhen einzutreten. Sofort kommt von der Kasse ein wildes Winken für den Fehler.

In öffentlichen Onsen muss man kurz nach dem Eingang die Straßenschuhe ausziehen und die Schuhe in einen Schrank stellen. Auf Socken geht's weiter und für die Toilette gibt es die Toilettenschuhe. Ansonsten läuft man im Onsen barfuß. In der Umkleide wird die Kleidung entweder in einen Korb oder, wer mag, in ein Schließfach gelegt. Mit Duschgel, Shampoo, etc. und einem kleinen Handtuch ausgerüstet geht es dann zunächst in die Waschecke. Dort stehen ein Hocker, ein kleiner Holz-Eimer und Spiegel. Es wird sich nun geputzt und shamponiert bis der ganze Körper eingeschäumt ist. Gut abspülen und dann geht's ins Wasser. Im Onsen in Aso gibt es sogar ein Außenbecken. Herrlich im heißen, blubbernden Wasser zu sitzen mit Blick auf einen kleinen Bambuswald, Kirschblüte und Frühlingsblüher. Es ist so ein toller Moment, hier zu sitzen und ringsherum umgibt einen Natur und Frauen, die leise auf japanisch plaudern.

Viel im Onsen klappt für mich durch's Beobachten und Nachahmen. So entdecke ich ein kaltes Becken. Zunächst lasse ich kaltes Wasser aus einem Becher über mich laufen. Auch das mache ich falsch, wie mir die Frau im Wasser anzeigt, denn das Wasser, das von meinem sauberen Körper abspritzt, berührt das Wasserbecken. Also einen Schritt zurück gehen. Sie signalisiert mir, ich solle ins Wasser zu ihr kommen. Und das ich echt echt kalt und flach. Ich nehme meinen ganzen Mut zusammen und steige ins Becken und ab in die Hocke, sodass auch die Schultern bedeckt sind. Wir halten 2 bis 3 Minuten aus und tatsächlich wird es immer angenehmer.

Danach folge ich ihr sogar noch in die Sauna. Wusste gar nicht, dass es eine gibt. Ich nehme mir eine Matte für den Poppes und werde von 92 Grad begrüßt. Und: einem Fernseher in der Sauna! Dieser steht hinter einer Glaswand und über Lautsprecher kommt der Ton. Ich verfolge die japanischen Nachrichten und kann zumindest den Wetterbericht verstehen. Zum Schluss kommt dann nochmals die zweite Reinigung auf dem Hocker und dann warten Haartrockner und Cremes in der Umkleide. Das Onsen hat auch einen Aufenthaltsraum mit Tatami-Matten und ich genieße noch eine kleine Flasche Milch aus dem Automaten, bevor es zum Hostel zurück geht.

Am Abend wollen wir im Gemeinschaftsraum unsere weitere Zeit in Japan planen, kommen dann aber stattdessen mit Bond aus Hongkong, der mit dem Motorrad über Kyushu fährt, ins Gespräch. Er teilt seine Flasche Sake mit uns und wir tauschen Reiseerinnerungen aus und erfahren, dass Hongkonger:innen verrückt nach Japan sind und viel hierher reisen.

Unser kleiner Roadtrip bringt uns auch nach Takachio. Hier wollen wir in einer Schlucht Ruderboot fahren. Als wir ankommen erfahren wir als erstes, dass die Ruderboote heute aufgrund einer Inspektion nicht auszuleihen sind. Nach einer kurzen Enttäuschung entpuppt es sich als Vorteil, denn so können wir den Fluss ohne Touristen genießen.

An den Harajiri Wasserfällen, den Niagarafällen des Ostens, erleben wir Postkartenmotive en mas. Berge, Kirschblüte, Inari-Tor, Tulpen: alles auf einem Blick. Eigentlich sogar noch besser, als die Wasserfälle, die durch den Ausbruch vom Mount Aso entstanden sind.

Das süße Dorf Taketa mit seiner ursprünglichen Architektur ist unsere letzte Station unseres Roadtrips. Eigentlich dachten wir, dass auch Orte wie Aso so aussehen, aber nur hier kommt das Gefühl eines kleinen Bergdorfes auf. Wir kommen in einem kleinen Hostel unter, dass mit seinen Tatami-Matten, Futon und Einrichtung ganz authentisch ist.

Ich gehe umgehend ins Onsen und genieße hier das 40 Grad heiße und mineralhaltige Wasser mit Massagefunktionen, was für die Muskeln sehr entspannend ist. Auch hier nutze ich das kalte Becken und die Sauna, die ebenfalls einen Fernseher hat. Während der Wettervorhersage kommen auch Sakura- und Bäumeblühen mit vor. Ebenso ein Bericht über die Tulpenfelder und ich werde direkt an unseren Ausflug erinnert.

Die Onsenkultur finde ich super faszinierend. Dadurch, dass Männer und Frauen getrennt sind, bietet es einen Rückzugsort für alle. Die Menschen des Ortes treffen sich hier zum quatschen oder verbringen in Ruhe ihre Zeit. Das Reinigungsritual vor und nach dem Bad im heißen Quellwasser hat im Shintoismus eine spirituelle Bedeutung, bei der das Bad eine Reinigung von Körper und Geist darstellt. Zudem schützt und schont es auch das Wasser, das nicht regelmäßig gewechselt wird.

In kleinen Orten wie Aso und Taketa sehe ich Frauen, die mindestens über 75 Jahre, wenn nicht so gar über 80 Jahre alt sind, im Onsen. Es ist davon auszugehen, dass sie bereits ihr ganzes Leben hier regelmäßig Entspannung und Ruhe finden. Der Warm-/Kaltwechsel ist gut für das Immunsystem und vielleicht eine Zutat, warum Japaner:innen auch im hohem Alter vital bleiben.

Der Besitzer vom Hostel empfiehlt uns ein 140 Jahre altes Kaiseki-Restaurant. Kaiseki ist ein traditionelles japanisches Menü mit mehreren Gängen, bei dem Saisonalität und ansprechende Präsentation im Vordergrund stehen. So kommt mein Menü auf einem großen Tablet und hat viele kleine Schüsseln mit leckerem Inhalt, wie Fisch, Sashimi, Miso-Suppe, Fischrogen und Chawanmushi. Das ist ein herzhafter, seidiger Eierstich, der gedämpft in einer Tasse serviert wird. Stephan genießt zunächst Muscheln, dann Tempura und eine frittierte Aubergine mit Hackfleisch in der Mitte. Dazu trinken wir Oolong-Tee und sitzen auf dem Boden.

Gutes Essen und auch einiges auszuprobieren bringt uns sehr viel Freude. Es ist ein wichtiger kultureller Teil und in Japan macht es besonders viel Spaß. Auch weil der Preis überschaubar ist.

Für die Rückgabe unseres Mietwagens halten wir noch kurz an der Tankstelle. Dank der Rekuperierung und Nutzung der Elektromobilität haben wir für 360km hoch und runter durch die Berge nur 12,5 Liter Benzin verbraucht. An der Tankstelle gibt es keine stationäre Zapfsäule am Boden, sondern diese hängen stattdessen an der Decke. Wir zahlen ganze 12€, um wieder vollzutanken. Benzin in Japan kostet pro Liter zirka 1 Euro. Die Steuern auf Benzin sind geringer als in Deutschland und zusätzlich gibt es eine Tankpreisbremse, so dass die Regierung Spitzenwerte vom Benzin für die Bürger abfedert. Zudem kostet ein neuer Nissan Note nur maximal 14000€ in Japan. Ein toller, effizienter Kleinwagen, der nicht auf technische Raffinessen verzichtet. Da fragt man sich wieso das die deutsche Autoindustrie nicht hinbekommt.

Auch das ist Japan: Unser Zug nach Hataka fährt mit 9 Minuten Verspätung in Beppu ein. Dafür haben wir eine so große Beinfreiheit, so das ich meine Beine gerade ausstrecken kann.