Buenos Aires - Uruguay?
Stephan
10/27/2025
Unsere Tage in Buenos Aires sind schnell zusammengefasst. Wir haben uns in ein AirBnB im hippen Viertel Palermo Soho eingebucht und auch nicht mehr als dieses Viertel kennengelernt. Das lag zum einen am mäßigen bis schlechten Wetter, aber vor allem daran, dass sich Monique eine Erkältung eingefangen hatte. So konnten wir die Tage zumindest dafür nutzen, den Rückstand an Berichten und Videos der letzten 10 Tage aufzuarbeiten, und weitere Planungen und Buchungen für die nächsten Wochen vorzunehmen.
Mehr als Santiago noch, macht Buenos Aires den Eindruck einer Weltstadt, die den Vergleich mit europäischen Metropolen nich scheuen muss. In unserem Viertel gibt es jede Menge attraktive, internationale Restaurants, schicke Cafés und hippe Geschäfte. Die Prachtgebäude und Alleen findet man im Zentrum, das wir nicht besucht, aber aus dem Taxi zumindest gesehen haben. Zu meinem großen Bedauern haben wir es in der Welthauptstadt des Rindfleischs nicht geschafft, mal ein Steak essen zu gehen. Zumindest sind wir noch eine Weile in Argentinien, so dass sich hoffentlich noch eine Gelegenheit bieten wird.
Highlight unseres Aufenthalts war der Ausflug nach Colonia del Sacremento in Uruguay. Die Tickets für die Fähre waren bereits gekauft, als die Hoffnung noch da war, dass die Erkältung sich nicht breit macht. Am einzig sonnigen Tag unserer knappen Woche in BA sind wir mit einer Fähre in einer guten Stunde zu dem malerischen Städtchen übergesetzt. Der Stempel von Uruguay im Pass entschädigt dafür, dass man in Argentinien keinen mehr bekommt. Colonias Altstadt bietet so einiges fürs Auge und den Gaumen und ist offensichtlich beliebtes Ziel für die Großstädter, um am Wochenende eine gute Zeit zu haben. Wir haben viele Herren oder Damenrunden gesehen, die sich eine Art Golfwägelchen ausgeliehen haben und damit die Promenade hoch und runter gecruist sind. Insgesamt hat Uruguay einen erstaunlich entspannten Vibe ausgestrahlt, das sicher auch an den vielen Mate-Trinkern gelegen hat. Mit der Themoskanne unterm Arm und dem Matebecher samt Strohhalm in der Hand waren diese überall in der Stadt zu sehen.
Wir verlassen Buenos Aires also unerwartet erfahrungsarm, aber nicht unglücklich. Die Städte haben sich für uns zu Orten der Ruhe entwickelt. Hier haben wir oft eine Wohnung mit etwas Komfort, gutes Wlan, nette Restaurants und irgendwie auch nicht so einen Druck, unbedingt etwas (alles) erleben zu müssen. Städte sind eben Städte, und ob die Kirchen nun gotische oder romanische Bögen haben, ist auch nicht so wichtig. Länger bleiben ist ohnehin keine Option, da der Weiterflug bereits gebucht ist. Außerdem hat man so einen Grund, irgendwann vielleicht doch mal wiederzukommen.








