Von der weißen Wüste in die rote Wüste
Monique
10/12/2025


Ankunft in Uyuni um 5:30 Uhr morgens, minus zwei Grad. Wir steigen verschlafen aus dem Bus, atmen die kalte Wüstenluft ein und sehen unseren Atem dampfen. Am Bahnhof werden wir abgeholt und spazieren mit einer kleinen Gruppe anderer Reisender in ein Café. Alle sind an diesem Morgen in Uyuni angekommen und warten darauf, dass es bald losgeht.
Beim Frühstück lernen wir Banu aus Kanada kennen, die mit uns in der Gruppe reisen wird.
Kurz darauf geht es zum Touranbieter, wo wir unsere Tagesrucksäcke packen. Die großen Rucksäcke werden auf dem Dach des Geländewagens festgeschnallt. In der Gruppe sind wir zehn Personen aus Australien, Irland, der Schweiz und Großbritannien. Eine tolle Gruppe, wie sich zeigen wird. Unser Guide Juan hat immer einen lustigen Spruch auf den Lippen und sorgt für gute Laune.
Wir haben Glück und sind lediglich zu sechst im SUV zusammen mit unserem Fahrer, Juan, Banu und Daisy aus Großbritannien.
Erster Stopp: der Eisenbahnfriedhof. Hier verrotten alte Dampfloks der einstigen chilenischen Eisenbahn. Sie sind rostig, beeindruckend und inzwischen ein beliebter Fotospot. Danach fahren wir weiter zum Dakar-Rallye-Punkt, wo 2014 die legendäre Wüstenrallye stattfand. Das dazugehörige Museum ist zwar klein, aber perfekt für unsere Mittagspause.

Danach fahrt durch die Salzwüste. Es ist einfach der Hammer! Überall um uns herum Salz, Salz, Salz. Weiß, glitzernd und grenzenlos. Wir steigen immer wieder aus, um Fotos zu machen, zu filmen und einfach zu staunen. Durch die optische Täuschung wirkt es, als gäbe es keinen Horizont. Wir machen witzige Perspektivbilder und -Videos und lachen viel.
Ein weiterer Halt führt uns zur Isla Incahuasi, einer Insel aus Vulkangestein mitten im Salzmeer. Die riesigen Kakteen, die hier wachsen, wirken fast wie stumme Wächter über die endlose Ebene. Vom Aussichtspunkt aus sieht die Wüste tatsächlich aus wie ein Meer, nur eben aus Salz statt Wasser.
Gegen Abend fahren wir weiter, während die Sonne langsam untergeht.
An einem Punkt haben wir dann bei begonnenem Sonnenuntergang erneut Fotos und ein witziges Video gemacht. Unser Guide Juan hat jede Menge Ideen und Utensilien. Währenddessen hat unser Fahrer Alex bolivianischen Rotwein, Snacks und Chips ausgepackt. Gemeinsam mit der Gruppe stoßen wir auf diesen unglaublichen Moment an: Sonnenuntergang in der größten Salzwüste der Welt.
Wir sind dann zur Unterkunft, wo wir erst unser einfaches Zimmer aus Salzsteinen bezogen haben. Schnell geduscht und dann gab es Abendessen. Um kurz nach 21 Uhr lagen wir alle müde und glücklich im Bett.

















Um 4:30 Uhr klingelt der Wecker. Not our time. Schon gar nicht bei minus sieben Grad auf 4.600m. Nach einem schnellen Frühstück mit Pfannkuchen und Tee geht es los zur Geysirzone Sol de Mañana. Der Sonnenaufgang über den dampfenden Felsspalten ist atemberaubend. Überall zischt und blubbert es. Und obwohl wir frieren, wärmen uns die Geysire ein wenig.
Kurz darauf erreichen wir ein natürliches Thermalbad. Der Sprung ins 38 Grad warme Wasser kostet bei eisiger Luft auf über 4.000 Metern Höhe einiges an Überwindung. Doch sobald wir drin sind, ist es herrlich. Nur der Ausstieg ist brutal: klirrende Kälte, nasses Badezeug, und es ist gerade einmal sieben Uhr morgens.
Weiter geht es durch die Salvador-Dalí-Wüste, deren Felsformationen an die surrealen Gemälde des Künstlers erinnern, und schließlich zur Laguna Verde. Der grün schimmernde See liegt majestätisch am Fuße des Vulkans Licancabur und ist ein würdiger Abschluss unserer Tour.
Dann ging der Spaß los, aus Bolivien auszureisen:
Erster Halt beim Zoll, wo wir den QR-Code für die Ausreise vorzeigen. Dank Stephan und WiFi über Satellit war alles vorbereitet.
Zweiter Halt an der Grenze von Bolivien. Dort standen wir eine halbe Stunde im beißenden Wind bis wir dran waren, um unseren Ausreisestempel zu erhalten.
Dritter Halt: Grenze Chile. Der Busfahrer kündigt an, dass wir 1 bis 2 Stunden warten müssen. Vorneweg: wir haben genau 2 Stunden gewartet.
Nur mit Inkatoilette (also mitten im Nirgendwo) und wartend im Bus haben wir die Zeit mit Quatschen abgesessen.
Glück für mich! Denn der Australier aus unserer Gruppe hat aufgezählt, was man nicht nach Chile einführen darf: Cocablätter sind strengstens verboten.
Da ist mir doch glatt eingefallen, dass ich noch so zirka 300g Cocablätter und eine Handvoll Cocabonbons habe...
Also schnell ins Nirgendwo und ein Loch gebuddelt für alles. Klappte nur halb gut, denn auffrischender Wind war stärker als mein Loch und wehte fast die Hälfte der Cocablätter fort. Diese flogen dann schön um unseren Bus herum. Zum Glück hat das niemand bemerkt.
Als wir nach 2 Stunden Wartezeit mit dem Bus in das Grenzgebäude eingefahren sind, mussten alle aus dem Bus raus. Zudem auch das gesamte Gepäck der 20 Touristen. Dann Anstehen für die Einreise und Passkontrolle.
Anschließend wurde das gesamte Gepäck gescannt und wieder eingeladen in den Bus.
Endlich! Nach einer weiteren Stunde Fahrt sind wir dann in San Pedro de Atacama angekommen.
Das waren drei Tage mit über 800 Kilometer, unzähligen Farben, Temperaturen zwischen minus sieben und plus 25 Grad, vielen Tieren und tollen Erlebnissen.|









Um 4:30 Uhr klingelt der Wecker. Not my time. Schon gar nicht bei minus sieben Grad. Nach einem schnellen Frühstück mit Pfannkuchen und Tee geht es los zur Geysirzone Sol de Mañana. Der Sonnenaufgang über den dampfenden Felsspalten ist atemberaubend. Überall zischt und blubbert es. Und obwohl wir frieren, wärmen uns die Geysire ein wenig.
Kurz darauf erreichen wir ein natürliches Thermalbad. Der Sprung ins 38 Grad warme Wasser kostet bei eisiger Luft auf über 4.000 Metern Höhe einiges an Überwindung. Doch sobald wir drin sind, ist es herrlich. Nur der Ausstieg ist brutal: klirrende Kälte, nasses Badezeug, und es ist gerade einmal sieben Uhr morgens.
Weiter geht es durch die Salvador-Dalí-Wüste, deren Felsformationen an die surrealen Gemälde des Künstlers erinnern, und schließlich zur Laguna Verde. Der grün schimmernde See liegt majestätisch am Fuße des Vulkans Licancabur und ist ein würdiger Abschluss unserer Tour.
Dann ging der Spaß los, aus Bolivien auszureisen:
Erster Halt beim Zoll, wo wir den QR-Code für die Ausreise vorzeigen. Dank Stephan und WiFi über Satellit war alles vorbereitet.
Zweiter Halt an der Grenze von Bolivien. Dort standen wir eine halbe Stunde im beißenden Wind bis wir dran waren, um unseren Ausreisestempel zu erhalten.
Dritter Halt: Grenze Chile. Der Busfahrer kündigt an, dass wir 1 bis 2 Stunden warten müssen. Vorneweg: wir haben genau 2 Stunden gewartet.
Nur mit Inkatoilette (also mitten im Nirgendwo) und wartend im Bus haben wir die Zeit mit Quatschen abgesessen.
Glück für mich! Denn der Australier aus unserer Gruppe hat aufgezählt, was man nicht nach Chile einführen darf: Cocablätter sind strengstens verboten.
Da ist mir doch glatt eingefallen, dass ich noch so zirka 300g Cocablätter und eine Handvoll Cocabonbons habe...
Also schnell ins Nirgendwo und ein Loch gebuddelt für alles. Klappte nur halb gut, denn auffrischender Wind war stärker als mein Loch und wehte fast die Hälfte der Cocablätter fort. Diese flogen dann schön um unseren Bus herum. Zum Glück hat das niemand bemerkt.
Als wir nach 2 Stunden Wartezeit mit dem Bus in das Grenzgebäude eingefahren sind, mussten alle aus dem Bus raus. Zudem auch das gesamte Gepäck der 20 Touristen. Dann Anstehen für die Einreise und Passkontrolle.
Anschließend wurde das gesamte Gepäck gescannt und wieder eingeladen in den Bus.
Endlich! Nach einer weiteren Stunde Fahrt sind wir dann in San Pedro de Atacama angekommen.
Das waren drei Tage mit über 800 Kilometer, unzähligen Farben, Temperaturen zwischen minus sieben und plus 25 Grad, vielen Tieren und tollen Erlebnissen.








