Wir haben fertig - Es kann losgehen
Stephan
7/26/2025


Da soll einer mal sagen, dass bürokratische Akte in Deutschland nicht effizient laufen können! Wir hatten zwar schon einen Termin für die Abmeldung für Montag im Kundenzentrum in der Innenstadt, aber eigentlich war uns der 28.07. zu knapp vor der Abreise und auch schon voll mit letzten Erledigungen. Also habe ich jeden Morgen auf der Webseite der Stadt Köln geguckt, ob es nicht doch einen früheren Termin gibt. Am 24. wurde ich dann fündig und konnte uns für 9:50 Uhr zur Abmeldung (2x, da wir 2 Personen sind, wichtig!) einen Termin buchen.
Und jetzt kommt der Hammer: Wir waren um Punkt 9:50 Uhr im Kundenzentrum Nippes, haben uns im dortigen System angemeldet, setzten uns kaum hin, dann waren wir auch schon dran und um 9:59 Uhr fertig. So schnell wird man wohnungslos!
Den Rest des Tages haben wir dann noch fleißig alles gepackt und fertig gemacht, damit wir am Freitag die Sachen nach Wuppertal in Svenjas (meine Schwester) Keller bringen können. Der Umzug hat dann auch wirklich wunderbar geklappt und unsere Sorge, dass der Platz knapp werden könnte, war letztlich unbegründet.
Obwohl wir wirklich wieder viel ausgemistet und verschenkt und zum Teil verkauft hatten, ist es erstaunlich wie viel Kram am Ende doch wieder zusammenkam. Nachdem wir nun ein ganzes Jahr ohne diesen Krempel leben werden, kann ich mir gut vorstellen, dass wir gar keine Lust mehr haben werden, all das wieder einzuräumen.
Heute kommt unser Untermieter und wir gehen alles einmal mit ihm durch und machen ein Übergabeprotokoll. Dann müssen wir nur noch die Wohnung auf Hochglanz bringen. Damit haben wir dann alle Vorbereitungen abgeschlossen.
Jetzt, am Ende dieser langen Planungs- und Vorbereitungsphase, wird uns gänzlich bewusst was wir geschafft haben und wie aufwendig alles letztlich doch war. Die ganz großen Posten wie Untermieter finden und Wohnung vorbereiten, der Impfmarathon, die Webseitengestaltung, Reiseplanung, Behördengänge, Ausrüstungsplanung und -beschaffung und nicht zu vergessen Moniques Mount Everest mit der Kündigung und allem, das damit zusammenhing; all diese größeren Posten haben uns hunderte Stunden gekostet. Hinzu kommen unzählige Stunden für viele, viele kleinere Dinge, die bedacht und neben dem beruflichen und privaten Alltag gemacht werden mussten. Allein die Abschiede von Freunden und Familie haben wir schon Monate im voraus geplant. Dass wir uns zum Schluss noch zwei Wochen Zeit genommen haben, um nach der Arbeit und vor dem Abflug alles in Ruhe fertig zu machen, war genau die richtige Entscheidung.
Zeit für ein erstes Fazit. Weltreise, Ja oder Nein? Ja: Super geile Nummer! Nein: Super viel Aufwand!


